Tipps für ein Tourismus Blog

Ein Tourismus Blog soll Kunden bringen. So lautet der Wunsch vieler Touristiker. Dass ein solches Unterfangen nicht aus dem Ärmel geschüttelt wird, zeigt dieser Beitrag. Denn ein paar grundlegende Überlegungen stehen am Anfang eines jeden guten Blogs.

Planung ist auch in Sachen Tourismus Blog die halbe Miete. Einfach nur ein Blog einrichten, das ist eindeutig zu wenig. Hier zeige ich, welche Überlegungen zu Beginn eines Tourismus Blogs stehen müssen, damit sich die Investition lohnt.

Tourismus Blog braucht Zielgruppe

  • Werde dir am Anfang klar: Wenn du mit einem Tourismus Blog beginnst, musst du mindestens zwei Jahre durchhalten. Einfach ein paar Wochen schreiben und danach wieder aufhören, weil du keine Lust mehr hast, kostet nur Geld und Energie. Denn: Google mag nur konstanten, guten Inhalt. Konstant bedeutet: mindestens 6 Beiträge pro Monat!
  • Ein Blog alleine hat wenig Sinn. Es gehören zu diesem auch andere Socialmedia Kanäle dazu. Welche das sind, wirst du planen müssen. Und die Auswahl richtet sich nach deinen Kunden. Denn nur, wo diese selbst in den sozialen Medien aktiv sind, wirst du sie erreichen.
  • Du musst also viel über deine Zielgruppe wissen, bevor du überhaupt mit Blog und Socialmedia Marketing beginnst. Denke also daran, deine Personas zu definieren, bevor du ins Online Marketing vordringst.
  • Eine Google-Recherche zeigt, nach welchen Begriffen deine Kunden suchen. Meist suchen sie nicht nach deinem Hotel, deinem Angebot. Vielmehr suchen sie nach der Region, in der sie Urlaub verbringen wollen. Kennst du diese Suchbegriffe, weist du, über welche Themen dein Blog berichten soll.

“Unsere Zielgruppe sind Familien.” (Anmerkung: Das ist keine ordentlich ausdefinierte Zielgruppen-Persona und Marketingmaßnahmen für diese breite Zielgruppe verursachen ungeheure Streuverluste und Kosten!)

Socialmedia Marketing funktioniert ganz anders

  • Kennst du dich in Socialmedia aus? Wenn nicht, hole dir jemand Professionellen an deine Seite. Glaube mir, Socialmedia Marketing hat nichts mehr mit klassischem Marketing zu tun. Alles, was du über Marketing wie Katalog, klassische Werbung mittels Flyer oder auf Messen etc… weist, kannst du sofort vergessen. Socialmedia Marketing ist so nahe am Kunden, wie keine andere Marketingform zuvor. Du betrittst damit das Dialogmarketing und musst bereit sein, mit deinen Kunden laufend zu kommunizieren. Und das ist Welten von klassischer Werbung entfernt. Grundlegendes Fachwissen im Online Marketing auch bei dir als Auftraggeber wird dir helfen, dich für Socialmedia Marketing zu entscheiden. Wenn du dieses nicht hast, dann bleibt dir nur, professionelle Hilfe in dein Team zu holen. Und lass die Professionellen ihre Arbeit tun!

“Facebook ist ein Trend, wir warten, bis er vorbei ist!” (Aussage eines Marketingmanagements als Begründung, nicht in Socialmedia aktiv zu werden. Anmerkung: Facebook ist seit 10 Jahren ein Trend! Der geht nicht mehr vorüber, der ist heute Standard.)

Auch Social Media benötigt Budget

  • Für das Socialmedia Marketing im Bereich Blogs brauchst du ein Budget. Ohne Kohle auch hier keine Musik. Finger weg von der Idee, dein Blog oder deine Socialmedia Kanäle könne ein Student oder ein Praktikant so nebenbei für dich erledigen! Und man könne gleich gratis ein Blog einrichten, kostet nichts und die Sache sei erledigt. Das ist ein großer Irrtum und führt zu nichts. Professionelles Socialmedia-Engagement oder Blog-Engagement wirst du nur von professionellen Online Media Marketern bekommen. Die dir dann auch den Werbewert, den ROI und die Conversion Rates deines Online Marketings berechnen können. Damit siehst du, was du investierst, und wieviel du Umsatz aus deinen Werbeinvestitionen erzielst. Im Online Marketing zählen nur harte Zahlen und Fakten und perfekt definierte Ziele. Das beherrschen Praktikanten oder Studenten niemals!
  • Du wirst deine unternehmerische Strategie deinem Socialmedia Marketer offen legen müssen. Weil der sonst nicht die Ziele definieren kann, die es mit dem Blog oder Socialmedia Marketingmaßnahmen zu erreichen gilt.

Immer bei der Wahrheit bleiben!

  • Werde dir darüber klar, dass du in sozialen Medien immer offen und authentisch kommunizieren musst. Wenn du glaubst, es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen zu müssen, dann Finger weg von Socialmedia! In Zeiten, in denen deine Kunden im Internet alles recherchieren können, kannst du dir zurecht gebügelte Wahrheiten über deine Produkte und dein Unternehmen nicht mehr leisten. Authentisch und ehrlich ist das Motto im Online Marketing!
  • Werde dir darüber klar, ob du die Ressourcen für dein Blog hast. Du brauchst jemanden, der Zeit und Energie in dieses Projekt investiert und das Handwerk versteht. Und der eine  bestimmte Infrastruktur benötigt: Laptop, Tablet oder Smartphone, eine schnelle Internetanbindung, diverse Aufwendungen für Webhost bzw. Webspace. Du musst also Gehalts- und Infrastrukturkosten dafür planen. Also sei dir selbst gegenüber in diesen Belangen ehrlich.
  • Regionen oder Tourismusanbieter tun sich etwas Gutes, wenn sie ihr Blog personifizieren. Blogs sind immer etwas Persönliches. Eine Person sollte offen hinter deinem Tourismusblog stehen. Entweder du selbst, weil du es schreibst. Oder du hast einen Blogger, der für deine Region steht. Nur das fördert einen authentischen und glaubwürdigen Regionsauftritt im Netz.

“Ich will, dass wir darüber schreiben, weil wir das verkaufen wollen!” (Anmerkung: Ein Blog oder Socialmedia Kanäle dienen nicht dem Verkauf! Sie dienen dem Dialogmarketing, um Interessenten auf die Webseite zu bekommen oder Kunden zu binden oder die Marke am Markt zu festigen.)

Bloggen ist professionelles Marketing

  • Du brauchst für dein Tourismus Blog einen professionellen Blogger, der das Redaktionelle und die professionelle Recherche ebenso versteht, wie das Fotografieren und Filmen mit Kamera, Smartphone oder Tablet. Und der sich mit Socialmedia auskennt, die Techniken von SEO und Online-Marketing beherrscht. Der weiß, wie ein professionelles Blog aufgesetzt gehört und der mit Dialogmarketing umgehen kann. Kleiner Tipp: Kennt sich jemand mit SEO, Plugins wie YOAST, Jetpack, Wordfence, Kloutscore oder Kennzahlen wie ROI, TKP und der eigenen Bloggerszene in deiner Branche nicht aus, kannst du diese Person gleich mal ad acta legen. Du lässt dein Auto ja auch nicht vom Lehrling, der im ersten Lehrjahr ist, reparieren, oder?
  • Dein Blogprojekt muss in deine digitale Strategie und deinen Online Marketing Plan passen. Ist solches nicht vorhanden, dann arbeite zuerst an diesen beiden Bereichen, bevor du ein Blog zu schreiben beginnst oder es in Auftrag gibst. Oder du holst einen professionellen Online Marketer in dein Team, der mit dir eine solche digitale Strategie und einen Marketing Plan für deinen Online Auftritt ausarbeitet.

“Wir wollen wachsen!” (Anmerkung: Das ist keine Strategie, das ist ein frommer Wunsch und schon gar kein Plan.)

  • Und schreibe dein Tourismusblog nur über jene Bereiche, mit denen du bereits deine Miete, deinen Lebensunterhalt, deine Gehälter deiner Mitarbeiter und dein Hobby bezahlst. Niemals ein Blog über etwas schreiben, was du gerne tun würdest. Das Blog ist ausschließlich der Content-Lieferant für deine aktuelle Cashcow, die du auf deiner Webseite präsentierst. Das bedeutet auch, deine Webseite muss responsiv und eine Kunden freundliche Bedienung bieten. Also auf Desktop genauso gut laufen, wie auf Tablet oder Smartphone.

Gute Beispiele für ein Tourismus Blog

Ein Beispiel für ein personifiziertes Regionsblog ist das Regionsblog von Juist, einer Insel in der Nordsee. Das Juist-Blog “Inselgeheimnisse” wird von einer professionellen Bloggerin geschrieben, die ursprünglich aus dem Journalismus (Radiomoderatorin) kommt. Sie schreibt für die Insel Juist dieses Blog. Damit ist es personifiziert und die “Inselgeheimnisse” gelten als Musterbeispiel für ein solches auf eine Bloggerin bezogenes Blog im Regionalmarketing. Übrigens, die “Inselgeheimnisse” gibt es seit Oktober 2009!

Ein Reiseblog, das mit einer guten Suchbegriff-Recherche aufgesetzt ist, stellt das Belize Travel Blog dar. Dahinter steht keine Region, sondern ein Hotel. Am Blog werden Informationen geboten, die von Leuten gesucht werden, die eine Reise nach Belize planen. Es ist ein Beispiel für professionelles virales Marketing eines Tourismusanbieters, so der Autor und Online-Stratege David Meerman Scott (Scott: Die neuen Marketing- und PR-Regeln im Social Web. mitp-Verlag: 2014, S.75.) Wie du am Belize Travel Blog siehst, ist dessen Layout recht einfach. Nur der Content, der Inhalt macht hier die Musik.

Zusammenfassung

Ein Tourismus Blog will gut überlegt sein und muss in die Strategie der Region bzw. des Tourismusanbieters passen. Und ein solches Blog, will es funktionieren, muss von professionellen Socialmedia Marketern bzw. Profi-Bloggern betrieben werden.

Wir haben nämlich keine Wahl, ob wir Socialmedia Marketing betreiben wollen oder nicht. Die Frage ist nur, wie gut machen wir Socialmedia Marketing! Und dafür benötigt es eines guten Teams, das sich freispielen kann, und das du tun lässt. Die professionellen SM-Leute wissen schon, was sie zu machen haben.

Immer dran denken: 80 % der Urlauber informieren sich im Internet über ihren nächsten Urlaub, bevor sie buchen. Du musst heute dafür sorgen, dass dich deine Kunden, diese 80 %!,  im Internet finden. Dazu gehört auch Online Werbung wie Google-Ads oder Facebook-Ads. Und – Ein professionelles Tourismus Blog kann dir eine starke Online-Präsenz ermöglichen, die dir neue Kunden bringen.


Beitragsbild pixabay CC0

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<p>Socialmedia Marketer | Content Marketer und Reisende aus Leidenschaft. Liebt Road-Trips, das Fahren steht im Vordergrund. Bevorzugte Reiselektüre: Thriller auf einsamen Übernachtungsplätzen lesen. Bevorzugte Destinationen: Küstenlandschaften und Weltkulturerbe.<br />
Aktuell schreibe ich an einer Masterthesis über Socialmedia Strategie aus Sicht der Millenials.</p>
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