Oh Emm Ix (OMX) – Oh mein Gott! Was für ein Testosteron Gedöns!

SONNTAGSGRÜSSE – In dieser Woche fand die österreichische Leitkonferenz für Online Marketing, die OMX 2017 in Salzburg statt. Gut, dass ich da war. Gut, dass ich erkennen durfte: Das Studium an der Donau Uni (Online Media Marketing) hat sich voll ausgezahlt.

Weshalb hat sich’s ausgezahlt? Weil mir der Blick hinter die Kulissen der Online Marketing Szene jetzt viel, viel leichter fällt mit dem Know How im Hintergrund. Hab ich was zu bekritteln? Klar. Wäre ja nicht ich, wenn ich dazu nichts zu sagen hätte, zur OMX 2017.

Punkt 1 – Viel zuviele Männer als Speaker! Alte Haudegen, die mir das Bild vermitteln: “Bin ich eine geile Sau in meinem Fach” (sorry, hab den passenden Satz jetzt zufällig in meiner Kloud-Chronik gelesen). Dieses Gedöns kann ich leider nicht ernst nehmen und halte es auf Dauer auch nicht aus. Wo sind bloß die tollen Frauen, die in der Szene was zu sagen haben? Und die meistens die am schlechtesten bezahlte Arbeit im Online Marketing verrichten (alles, was sich um Socialmedia dreht, da sitzen die nämlich!).

Punkt 2 – Was an ach so vielen Top Hacks fürs Socialmedia Marketing verkauft wurde, kenn ich vom Studium oder meinem Alltag. Danke Donau Uni! Aber war halt wieder ein Typ, der mit diesen Tipps seine Bühnenperformance hinlegte. Zu blöd, dass diese Kerle mittlerweile “too big to fail” sind und das männliche und weibliche Publikum anziehen. Eine Teilnehmerin meinte: Solche Leute brauchst’ als Vortragenden, weil die Teilnehmer diese, für mich an Baptisten-Prediger erinnernde Showeinlagen, wollen. Wo sind bloß die Frauen? Würde gerne mal eine solche Showeinlage von einer Frau sehen! Braucht eine Speakerin diese Show überhaupt um fachliche Kompetenz auszustrahlen? Weil darum ging es ja, bei der OMX, oder? Kompetenzen vermitteln.

Punkt 3 – Die Millennials rücken auf. Meist mit Hipster Bart (geht auch als Stoppelfeld) und ach so cool. Da hab ich Bauchweh bei diesem neuen Chauvinismus, der Frauen in der Branche höchstens das “Assistenzerl” in Socialmedia zugesteht. Weil: “Kennst dich eh nicht aus mit der Technik!” Die Macher sind diese coolen Boys mit ihrem Baby Face hinter Rauschebart, in schicken Designer Jeans, mit großer Klappe. Wahhhh. Und nochmal: Wo sind bitte die Frauen, die was zu sagen haben?

Fazit OMX

Es war eine Macho Veranstaltung. Die wenigen guten Tipps nahm ich mir von Frauen mit. Die Männer konnten mich höchstens an die Inhalte meines Studiums erinnern und sorgten bei mir für den einen oder anderen Lacher. Alles schon gehört. Alles schon dagewesen. Alter Wein in neuen Schläuchen, Jungs!

Danke OMX! Hast mir gezeigt, ich werde alt. Und die Branche hofiert die jungen männlichen Blender.

Wie wäre es mal mit mehr Frauen als Speakerinnen? Weil die nämlich die meiste Arbeit erledigen, im Marketing. Die Drecksarbeit, den ganzen Content herankarren und ausbügeln, was die meist männlichen Entscheider verbocken.

Wie wäre es mal mit einem “Keynote by Woman”?

In diesem Sinn, einen schönen Start in die neue Arbeitswoche!

 

PS: Bei 25 Tracks inklusive Keynote nur 4 Frauen als Speakerinnen; bei einem Track davon 2 Frauen mit einem Mann, der offensichtlich die Bühne rockte. Denn Teilnehmerinnen erzählten mir von ihm und nicht den beiden Frauen, die bei diesem Track mit dabei waren. ???

<p>Socialmedia Marketer | Content Marketer und Reisende aus Leidenschaft. Liebt Road-Trips, das Fahren steht im Vordergrund. Bevorzugte Reiselektüre: Thriller auf einsamen Übernachtungsplätzen lesen. Bevorzugte Destinationen: Küstenlandschaften und Weltkulturerbe.<br />
Aktuell schreibe ich an einer Masterthesis über Socialmedia Strategie aus Sicht der Millenials.</p>
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