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Gestern war DigiDay in Wien

Der DigiDay in Wien, veranstaltet von WEKA Industriemedien, versorgt uns Marketer mit frischen Ideen fĂĽr Content. Er fand gestern zum zweiten Mal statt. Diesmal war Klaus Eck dabei. Und da ich auch dabei war, gibt es heute eine kurze Zusammenfassung von dieser Fachtagung.

Vertrauen ist die neue Währung

Florian Zangerl, Geschäftsführer der WEKA Industriemedien und Veranstalter des DigiDay, werde ich nicht nur als Mann im Karolook mit Struppi-Hund Friedrich in guter Erinnerung behalten. Stichwort: Firmenvideo. Nein, Scherz, er brachte das Thema Content Marketing so richtig schön auf den Punkt. VERTRAUEN ist wichtig. Vertrauen und nochmal Vertrauen. Denn User suchen nach Inhalten, denen sie vertrauen können. Und Fachmedien, ob Print oder Digital ist egal, genießen hohes Vertrauen.

Also musst du als Unternehmen auf vertrauensvollen Plattformen vertreten sein, Inhalte bieten, auf die der Kunde oder User wirklich setzen kann und erst danach kommt bei diesem das Interesse fĂĽr werbliche Inhalte. So die zentrale Aussage des von WEKA entwickelten Trust-Cycles.

Kommt das Aus fĂĽr klassische Webseiten?

Jana Neugebauer (WEKA Industriemedien) konfrontierte uns Teilnehmer mit der Behauptung, die klassische Webseite sei nicht mehr so wichtig. Viel zuviel Selbstdarstellung, falsche Signale durch falsche Menüpunkte und Inhalte würden hinter der Erkenntnis stehen, dass selbst 54 % der Unternehmer falsche Informationen über ihr eigenes Unternehmen in Suchmaschinen finden würden. Und man würde die Drittanbieter (Bewertungsplattformen oder Unternehmensverzeichnisse) sträflich unterschätzen. Fakt ist: Diese Drittanbieter beeinflussen stark die Kaufentscheidung im B2B-Bereich.

4 Tipps von Jana, um die Customer Journey im B2B zu verbessern:

  • in Ressourcen investieren, die die Inhalte aller Webpräsenzen top aktuell halten und sie einem laufenden Monitoring unterziehen (sprich: Content Manager). Denn wenn diese Aktualität fehlt, kostet das echt viel Geld. Wenn die Infos unstimmig sind, brechen 39 % der Webseitenbesucher/Kunden den Kaufprozess ab und kommen nie wieder. Autsch, aus und vorbei. [Anmerkung: Solche Zahlen sind es allemal wert, mit einem durchschnittlichen Warenkorb zu vergleichen. Wieviel Geld verliert das Unternehmen durch nicht aktuelle Inhalte im Vergleich zur Investition in Ressourcen und den dann möglichen Umsätzen?]
  • auf möglichst vielen Drittanbietern vertreten sein und sich fĂĽr die 5 bis 7 wichtigsten Unternehmensverzeichnisse der eigenen Branche entscheiden.
  • nur jene Unternehmensverzeichnisse wählen, die man selbst auch leicht verwalten kann; weil es darum geht, hier immer top aktuell zu sein.
  • nur jene Unternehmensverzeichnisse auswählen, die möglichst komprimiert das eigene Unternehmen beschreiben können; von denen aus auch die Kontaktmöglichkeit zum Unternehmen dem User besonders leicht fällt. Beispiel: Google My Business Eintrag (siehe dazu auch mein jĂĽngstes MoLive Video).

Die Heidelberg Druck setzt auf Digital und Cloud

Tom Oelsner, Head of Digital Innovation, berichtete von der Digitalisierung im Unternehmen Heidelberg Druck, das sich innerhalb von nur 25 Jahren vom Druckmaschinen-Produzenten und Aufsteller zu einem Dienstleister mit Produktsystem entwickelte. Wie gesagt, nur 25 Jahre benötigte man fĂĽr diesen Schritt aus einer analogen Druckwelt hin zu einer Digitalen Service-Welt rund um die Druckmaschinen aus dem Hause Heidelberg. Stichworte: Predictive Maintanance, Service Access, e-Shop mit Ziel zur Cloud, einem „Ă–kosystem“ Heidelberg.

Klaus Eck: „Content is King“

Ja, Content is King, sagte Bill Gates in den 1990ern. Dabei ist mit „King“ nicht Masse, sondern die Qualität gemeint. Und genau das haben die wenigsten Unternehmen noch verstanden. Stattdessen wird ein ĂśbermaĂź an ewig gleichem Content produziert (Content Halden), sodass man mit dem 08/15-Blogartikel oder Video sicher nicht mehr beim Kunden fĂĽr Aufmerksamkeit sorgt.

Selbstdarstellung ist keine Information fĂĽr den Kunden. […] Leider sind Inhalte noch immer viel zu werblich. […] Und, weg von der Produktorientierung im Marketing!

Klaus Eck, Digiday 2019, Wien

Die meiner Meinung nach vielleicht wichtigste Aussage von Eck an diesem knackigen Vormittag beim DigiDay in Wien ist, dass die Firmen mit ihrer Selbstdarstellung auf Webseiten und Socialmedia maĂźlos ĂĽbertreiben. Das kennen wir ja alle: Zu zeigen, wie gut man ĂĽberall ist, auf welchen Veranstaltungen man welches Fingerfood geboten bekommt und wie geil meine Produkte in der untergehenden Sonne aussehen, stellt keinerlei Informationsgehalt fĂĽr Kunden dar. Das ist Werbung gepaart mit Selbstdarstellung und das verschreckt den Webseitenbesucher.

Klaus Eck am DigiDay in Wien.

So meint Eck, Content muss das Unternehmen zum Fliegen bringen. Dabei ginge es nicht nur um SEA und SEO (Suchmaschinenmarketing und Suchmaschinenoptimierung), sondern auch darum, was die Kunden denken, was diese wollen und suchen und, „wie schaffe ich es, am richtigen Kanal mit Mehrwert und personalisiert meine Inhalte zu vermitteln“.

Fazit DigiDay in Wien

Also, wir gehen in Richtung Plattformen, die Webseiten werden sich dahingehend wohl ändern, weil sich das Kundenverhalten im Web auch ändert. Dazu kommt eine ordentliche Portion hin in Richtung Internet of Things (IoT) und Cloudsystemen zu denken, was die Digitalisierung des Geschäftsmodells anbelangt. Und wir müssen auf guten Content achten, statt Müllhalden von Inhalten zu produzieren, die niemand sucht und auch kein Kunde benötigt. Ach ja, und Socialmedia wird immer weniger vertraut. Fachmedien (digital und Print) beeinflussen hingegen den B2B-Kaufprozess extrem stark.

In diesem Sinn war der DigiDay in Wien ein erfrischender Vormittag mit frĂĽhlingshaft frischen Infos unterlegt. Hoffentlich gibt’s eine weitere Ausgabe von dieser Veranstaltung im nächsten Jahr.

Fotos: Wohofsky vom DigiDay in Wien.

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