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Eine Reise zu meinen Vorfahren in Tschechien – Teil 1

Ende September 2018 unternahm ich eine Reise zu meinen Vorfahren nach Tschechien. Dieser knackige Roadtrip sollte mich bis knapp an die polnische Grenze führen, ins ehemalige Sudetenland, nach Mähren. Ein Testlauf im Autocamping war inkludiert.

Gemäß meiner Maxime, jedes Jahr eine Region zu bereisen, in der ich noch nie zuvor war, suchte ich mir für diesen Roadtrip im September das Land meiner Großeltern väterlicherseits aus. Es sollte im Anschluss an den Studienabschluss in Krems von dort nach Tschechien gehen.

Meine Großeltern waren in Mähren ansässig. Diese Region zählte seit Jahrhunderten zum deutschsprachigen Hoheitsgebiet der österreichischen Monarchie, weshalb man deren Bewohner auch als „Altösterreicher“ bezeichnet. Und meine Familie lässt sich im Großraum Troppau (heutiges Ostrava) bis um 1750 urkundlich nachweisen.

Parallel zur polnischen Grenze

Meine Urgroßeltern führten in Eckersdorf, dem heutigen Jakartovice, eine Erbrichterei, die meine Urgroßmutter vererbt bekam. Ihre Familie war zudem äußerst einflussreich und hatte mit der Herstellung von Schieferplatten für Dachziegel ein Vermögen gemacht. Die Häuser der Menschen in dieser Region wurden mit diesen Schieferplatten gedeckt.

Der Urgroßvater, der aus dem benachbarten Lobenstein stammte, war zudem Oberlehrer an der örtlichen Schule in Eckersdorf. Wie in diesen bürgerlichen Kreisen damals üblich, ging man an den Wochenenden ins Theater in Troppau. Und nach dem Besuch des Gymnasiums studierte man in Wien.

Beruflich verschlug es meinen Opa als Diplomingenieur für Landwirtschaft (er studierte an der Universität für Bodenkultur in Wien und erhielt sein Diplom 1925) dann Mitte der 1920er Jahre nach Kärnten. Der Kontakt nach Eckersdorf riss aber nicht ab, waren ja seine Eltern in Eckersdorf geblieben. Sie sind auch dort begraben.  So verwundert es auch nicht, dass mein Opa als Soldat im Zweiten Weltkrieg nach Freiwaldau (heutiges Jesenic) versetzt und dort mit Verwaltungsaufgaben betraut wurde. Die gesamte Familie verließ also während des Zweiten Weltkrieges Kärnten und ging ins mittlerweile offiziell so bezeichnete „Sudetenland“. Auch mein Vater war dabei und die Familie wohnte von 1941 bis 1945, bis zu ihrer Vertreibung bei Kriegsende, in Freiwaldau. Mein Vater besuchte in diesen Jahren bis zu seiner Einberufung auch das deutsche Gymnasium in Freiwaldau.

Das ist die Familiengeschichte in ihrer Kurzfassung. Genau diese Gegend wollte ich mir also bei meiner Reise zu meinen Vorfahren ansehen. Kenne ich sie doch nur aus Erzählungen und Fotos.

ERBRICHTER – Inhaber der Gerichtsbarkeit in einem Dorf, oft verbunden mit dem Besitz eines sehr großen landwirtschaftlichen Gutes, oder auch Brauerei oder Gastwirtschaft. Diese Gerichtsbarkeit wurde vererbt, deswegen Erbrichter. Meist trugen solche Erbrichter auch den Familiennamen "Richter", was bei meiner Ururgroßmutter der Fall war.

Testlauf fürs Autocamping

Die Reise zu meinen Vorfahren sollte aber auch ein Testlauf fürs Autocamping werden. Ich hatte schließlich meinen Citroen C5  für solche Unternehmungen mit entsprechendem Camping-Equipment und Stausystemen aufgerüstet. Schlafen im Auto war damit theoretisch möglich und musste nur noch in der Praxis erprobt werden.

Zudem wollte ich mir ein paar der 24 Welterberegionen Tschechiens ansehen. So plante ich für die Reise zu meinen Vorfahren so malerische Städtchen wie Lednice, Kremsier, Olmütz und Znaim ein. Für drei Tage waren rund 1.200 Kilometer veranschlagt.

Die Mährische Toskana

Die Mährische Toskana verdient ihren Namen. Auf den Hügeln um Lednice gedeiht der Wein. Die Landstraße führt durch die Weinberge hindurch und der traumhafte Sonnenuntergang an diesem ersten Reisetag tauchte die Gegend in goldenes Licht. Ich war genau richtig unterwegs. Von Krems, meinem Studienort der vergangenen beiden Jahre, ist man in rund 1,5 Stunden in Lednice. Einen Katzensprung von Österreich entfernt.

Mährische Toskana
Die Mährische Toskana, so wird die Gegend um Lednice im Süden Tschechiens genannt. Weinberge und kleine Seen prägen die Landschaft.

Kurz vor Lednice fiel mir ein Campingplatz neben der Straße auf. Auf diesem wollte ich übernachten und das neue Pop-up Zelt ausprobieren. Hier herrschte aufgrund des Nationalfeiertages (28. September) reges Treiben. Wohnmobile und Campingbusse hatten ihre Stellplätze bezogen. Aber auch ein paar Zelt-Camper fanden sich am Platz ein.

Zelterfahrung – Back to the Roots

Ich war also nicht allein, was mich ein wenig beruhigte. Sieht doch so ein Zelt neben den Wohnmobilen und ihren protzig großen Vorzelten etwas mickrig aus. 😉 Und war ich doch seit 2015 beinahe ausschließlich mit Wohnmobil unterwegs gewesen; Mein bisheriger Arbeitgeber verkauft und vermietet diese Dinger und so wurde mir für Promotion- und Dienstreisen immer ein Womo oder ein Campingbus zur Verfügung gestellt. Jetzt fuhr ich aber mit PKW und Zelt, mit Gaskocher und Schlafsack, mit Kompressorkühlschrank und Koch-Geschirr-Box im Kofferraum vor. Drei Nummern kleiner also. 😉

Bodenzelt
Mein Bodenzelt, ein Pop-up-Modell, war in drei Minuten aufgestellt. Erste Nacht seit 8 Jahren im Zelt, und das Ende September bei Lednice in Tschechien.
Zelt
Anstoßen im Zelt auf den Studienerfolg mit tschechischem Sturm.

Das Einzige, mit dem ich nun auftrumpfen konnte, war mein neues Pop-up Zelt von Lumaland. Innerhalb von 3 Minuten steht das Ding wirklich und ist nach weiteren 5 Minuten tatsächlich bezugsfertig. Am nächsten Tag sollte der Zeltabbau genauso rasant erfolgen und meine Stellplatznachbarn offensichtlich einschüchtern. Die hatten am Abend zuvor nämlich fast eine halbe Stunde ihr zugegeben extrem großes Zelt mühsam im Dunkeln aufgebaut.

Da lag ich also in meinem Reich, umhüllt von 3000 mm-Wassersäule PU beschichtetem Polyester, kämpfte mit der Isomatte und der Isolierung nach unten. Ich Trottel hatte zuwenige Decken mitgenommen. Und beim Schreiben dieses Beitrages fiel mir ein, ich besitze seit vergangenem Jahr einen Topper. Nochmal, zur Verdeutlichung: ICH BESITZE EINEN TOPPER! Den hätte ich mitnehmen können, hatte ihn aber komplett vergessen.

„In Tschechien trinkt man Bier, und keinen Wein!“

Also jausnete ich Speckweckerl (vom österreichischen Hofer), saß auf zwei Isomatten, eingehüllt in Decke und Schlafsack, und trank Sturm in Lednice. Ja ich stieß sogar alleine (mit Reisemaskottchen Herr Bommel) auf den erfolgreichen Studienabschluss an und hatte mir tschechischen Sturm für 9 Euro den Liter (!) am Campingplatz-Buffett gekauft, und dabei alle Warnungen meines Winzers ob der Qualität in den Wind geschlagen.

„9 Euro für einen Liter Sturm. Spinnst du?“

 

Frühstück am Campingplatz
Die Morgensonne wärmt, der heiße Kaffee und das Müsli tun es auch. Ich bin wieder ein „Alter Camper“, aufs Wesentliche aus.

Sturm ist Bullshit

Meine gestrige Begeisterung für tschechischen Sturm rächte sich am nächsten Morgen. Ich wachte mit üblem Kopfweh auf, hatte mir zudem beim Jausnen am Abend ein Stück eines Zahns ausgebissen, dessen scharfe Kante meine Zunge bei jeder Bewegung ritzte. Fazit: Der ganze Kopf tat weh. Doch ein Abbrechen der Tour kam nicht infrage.

Jetzt mal raus in die Morgensonne, und bei heißem Kaffee aufwärmen, sagte ich mir. Schließlich hatte ich einen neuen Gaskocher und auch ein Müsli eingepackt, das ich mit Hafermilch (die benötigt keinen Kühlschrank, wie schlau!) anrührte.

Zugegeben, das Müsli mümmelte ich mehr, als ich es beißen konnte. Der Kaffee tat aber gut und ich ertappte mich dabei, wie einer dieser alten Wohnmobil-Camper im Hoodie in der Sonne zu sitzen, Kaffee in der Hand, Augen zu und die Wärme genießen. Da saß ich nun, in meinem Klappsessel – mit Brummschädel.

Nachsatz: Drei Achtel fehlten in der Sturm-Flasche. Der Großteil von dem süffigen Kopfweh-Zeugs war noch da.

 

Schlösser entlang der Route

Mein neues Zelt trocknete schnell. Genauso flott packte ich meine Siebensachen zusammen. Und weiter ging es. Zugegeben, noch mit etwas Brummen in der Birne, doch das Schloss der Liechtensteiner in Lednice wollte ich mir unbedingt jetzt noch am Vormittag ansehen.

Die Anlage zieht als eines der 24 tschechischen Weltkulturerbe an die 350.000 Besucher im Jahr an. Es gibt ein Palmenhaus und einen weitläufigen Schlosspark, eine sehenswerte Bibliothek mit einer Wendeltreppe, die aus einem Baumstamm geschnitzt ist. Und es gibt exotische Pflanzen und sogar ein Minarett im Park.

Natürlich gab es an diesem Tag auch tschechischen Nationalfeiertag, was ich im Vorfeld nicht wusste. So drängten sich zuviele Besucher beim Schlosseingang. Ich verzichtete also auf eine Besichtigung, spazierte durch den Park und siehe da, mein Kopfweh verschwand. Die Schmerzen in der Zunge blieben, aber auch Fotos von dieser traumhaften Anlage nahm ich als Erinnerung mit.

 

Schloss Lednice
Schloss Lednice – eine märchenhafte Kulisse, wie aus einem Disney Film.

Schon um 10:30 Uhr herum war ich in Richtung Kremsier (Kromeriz) unterwegs. Erst wollte ich die Landstraße nehmen, doch um an diesem Tag noch bis Freiwaldau (Jesenic) zu kommen, entschied ich mich für die Autobahn nach Kremsier. Ich hatte ein wenig umgeplant. Der spitze Zahn, die brennende Zunge, das Kopfweh; Tabletten hatte ich, wie immer, nicht mit. Vielleicht war es möglich, bis Sonntag Mittag wieder in Österreich zu sein?

Schloss, Park, Bratl

In Kremsier befindet sich wieder ein Schloss und Weltkulturerbe mit riesigem Schlosspark und Blumengarten. Und da es Mittag geworden war, sah ich mich nach einem netten Restaurant um. Schweinsbraten mit Knödel oder Püree wollte ich essen. Typisch tschechische, altösterreichische Küche eben.

Anmerkung: In Tschechien herrscht 0,0 Promille für Autofahrer. Also Finger weg vom Bier zum Bratl.

Auch hier kann man noch mit Euro zahlen. Doch sehen die Tschechen lieber Kronen, was mich vor dem Mittagessen herausforderte. Denn, wenn du glaubst, dass du in Tschechien an jeder Ecke, an jedem Stadt- oder Dorfplatz einen Bankomaten findest, dann hast du falsch kalkuliert. Am Bankomat in Kremsier lief ich zweimal vorbei. Erst als ich bei der Touristinfo fragte, fand ich einen Bankomat, der sich in den Arkaden am letzten Haus vor dem Schlosseingang versteckt.

„Haben die keine Bankomaten in Tschechien?“

Schweinsbraten
Schweinsbraten und Püree müssen sein, bei einem Roadtrip durch Tschechien.

Nach diesem feinen Bratl – die Zunge brannte wie Sau – spazierte ich über den Stadtplatz von Kremsier zum Schloss. Auch hier vor dem Schloss war die Hölle wegen des Nationalfeiertags los. Also nix Führung, nix Reingehen. Blick in den Park werfen, ein paar Fotos machen und weiter „on the road“.

Kremsier
Die Arkaden an den Gebäuden rund um den Stadtplatz von Kremsier. Kaum Menschen, dafür viele Besucher beim Schloss. Tipp: An der Position dieser Aufnahme (Fotostandort) befindet sich der Bankomat unter den Arkaden des Eckhauses.

Eine Nacht in der Region meiner Vorfahren

Eines der Ziele dieser Reise zu meinen Vorfahren war, zumindest eine Nacht in deren Region zu schlafen. Also ließ ich Olmütz (Olomouc) hinter mir und steuerte das Altvatergebirge in Richtung Mährisch-Schönberg an. Das Tagesziel: ein Campingplatz bei Freiwaldau nahe der polnischen Grenze. Schon am Weg in Richtung Bludov konnte ich am Horizont den Gebirgszug des Glatzer Schneeberges ausmachen. Dieser stößt im Westen ans Altvatergebirge an und bildet die Grenze ins Böhmische.

 

Reise zu meinen Ahnen
Die Reise zu meinen Vorfahren führte mich durch weite Landschaften in Richtung Norden nach Freiwaldau, heutiges Jesenic. Hier bin ich in Richtung Altvatergebirge unterwegs. Links mittig am Bild seht ihr am Horizont als lichtblauen Streifen den Glatzer Schneeberg, der das Altvatergebirge nach Westen hin abschließt.

 

In diesem Freiwaldau, dem letzten Wohn- und Arbeitsort meiner Großeltern in Tschechien wollte ich also übernachten. Das Wetter schlug schon während der Fahrt um. Es wurde kalt und regnerisch. Ich war spät dran. Erst um 17:30 Uhr war ich oben am Pass beim Skigebiet (Snezna Kotlina). Es hatte zugezogen und der Himmel präsentierte sich wolkenverhangen. Fotos vom Altvater gingen sich deswegen nicht mehr aus. Ich musste mich beeilen, hinunter nach Freiwaldau auf den Campingplatz zu kommen. Die Übernachtung im Zelt konnte ich aufgrund des Wetters vergessen. Die erste Nacht im Auto erwartete mich.

Baracken im Wald

Der Campingplatz passte zur unheimlichen Stimmung dieses verregneten Abends. Baracken und eine schwache Außenbeleuchtung machten seine Infrastruktur aus: Waschhaus, Gemeinschaftsküche, Stellplätze und Wohneinheiten mit Terrasse. Hier sagen sich Fuchs und Hase Gute Nacht. Aber auch Leute kann man hier verschwinden lassen, so dicht erschienen mir die Wälder. Wer weiß, welche gruseligen Geschichten das Laub verbirgt?

„Da saß ich nun, mitten unter Tschechen, verstand kein Wort und löffelte Packerlsuppe (von Knorr?)“

Dem Check-in des Campingplatzes (ich glaube, her hat zwei Sterne) ist ein kleines Restaurant angeschlossen. Oder sollte ich sagen, das ist vielmehr eine Küche mit vergrößertem Wohn-Esszimmer.

Hier tummelten sich alle Gäste – eine Jugendgruppe war vor Ort – und auch ich bekam ein Nachtmahl, bestehend aus paniertem Hühnerschnitzel, Petersilkartoffel mit Essigurken und als Vorspeise eine Packerlsuppe mit Nockerl drin. Ein junger Tscheche kümmerte sich rührend um mich,  und bestellte für mich Essen und das Bier. Er passte regelrecht auf mich auf, damit man mich am Tisch nicht übersah. Dabei tat mir die Zunge noch immer weh, aua! Die wurde jetzt aber endlich mit einem tschechischen Bier gekühlt.

„Danke, lieber junger Tscheche und deine paar Brocken Englisch!“

Freiwaldau
Und ich war schon wieder im Wald gelandet. Hier die Ausfahrt vom Campingplatz in Freiwaldau. Mein 3-Netz hat mich auf Reisen seit 2015 noch nie wirklich im Stich gelassen. Auch nicht in Süditalien oder der Inselwelt Dalmatiens. Hier in Tschechien im Nirgendwo lief es top!

Bäume, soweit das Auge reicht

Die erste Nacht im Auto war frisch und nass. Es hatte immer wieder geregnet, die Scheiben liefen an. Trotzdem schlief ich ganz passabel, eingefädelt vom Rücksitz durch nach hinten in den Kofferraum. Das Waschhaus war zudem am frühen Morgen saukalt, Warmwasser gab es für 3 Minuten um 5 Kronen. Fazit:

„Katzenwäsche und ab mit dir!“

Schon kurz nach 7 Uhr früh war ich abfahrbereit. Das Tor fand ich unversperrt vor, zog es auf und raus ging es durch den Wald. Hier in Freiwaldau hielt mich nichts mehr. Ich sah zwar das Sanatorium von der Umfahrungsstraße aus und wusste, dort steht noch das Haus, das meine Großeltern zwischen 1941 und 1945 bewohnt hatten. Doch an der unheimlichen Ausstrahlung des Ortes hatte sich seit gestern Abend bei meiner Ankunft nichts geändert. Kaum jemand spricht hier Englisch. Es heißt vorwiegend: „Cesky, Cesky“. Bei Deutsch wird einem zu verstehen gegeben, dass man es nicht kann. Und überhaupt fühlt man sich argwöhnisch beobachtet, was verständlicherweise historisch bedingt ist.

Anmerkung: Nach der Enteignung und Vertreibung der deutschen Bevölkerung ab 1945 aus dem Verwaltungsbezirk Freiwaldau wurden tschechische Kriegsflüchtlinge und Roma durch die neu ausgerufene tschechische Republik angesiedelt.

Right in the middle of nowhere land

Auf kurvigen und schmalen Straßen fuhr ich über den Altvater in Richtung Freudenthal (Bruntál). Viele der kleinen Dörfer sind verlassen. Häuser stehen leer oder sind nur notdürftig erhalten. Dieses Hinterland macht einen abgehausten Eindruck. Später las ich im Zuge der Recherchen zum Sudetenland, dass die Enteignung der Sudetendeutschen eine Wüstung der Region nach sich gezogen hatte. Und heute ist die Gegend von Abwanderung geprägt. Naja, so sieht sie auch aus.

Am Weg hinunter nach Bruntál fährt man über weitläufige Agrarflächen. Zwischendrin stehen Wirtschaftsgebäude und vor sich hinrostende Gerätschaften. Nach den unendlichen Wäldern säumten jetzt unendliche Äcker meine Straße ohne Bankett. An ein Stehenbleiben und Schauen ist damit nicht zu denken. Du ruinierst dir deinen Reifen mit einer solchen Aktion. Also schoss ich Fotos aus dem Auto.

Ich erinnerte mich beim Durchfahren dieser Landschaft an Erzählungen meiner Großeltern. Sie berichteten über die Erbrichterei, und dass der landwirtschaftliche Besitz in Eckersdorf so groß war, sodass die Erntemaschinen auch während der Nacht fuhren.

Acker bei Bruntál
Weitläufige Äcker am Weg nach Bruntál (Freudenthal) in Mähren. Den Altvater hatte ich durchquert, er liegt hinter mir.

Im 2. Teil geht es nach Lobenstein und Eckersdorf

Dieses Freudenthal (Bruntál) ließ ich ebenfalls flott hinter mir. Denn Lobenstein war mein nächstes Ziel. Der Ort, wo das Grab meiner Ururgroßeltern noch vorhanden ist. Und wo auch das Denkmal für den Bauernbefreier Hans Kudlich steht, mit dem ich entfernt verwandt bin.

Was ich dort vorfand, berichte ich im zweiten Teil dieses Reiseberichtes, von meiner Reise zu meinen Vorfahren in Tschechien. Also, bleibt dran. 😉

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